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Neues & Altes

Abschiedskonzert der U-Bahn Kontrollöre am 21. Februar 2009

 

Die Drei von der A-Cappella-Tankstelle "Spectaculum Mundi" möchten sich bei den U-Bahn Kontrollören für 10 wunderbare Jahre bedanken und entbieten ihnen mit dieser kleinen Anekdote ihren Gruß:

 

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Abschiedskonzert der U-Bahn Kontrollöre am 21. Februar 2009

 

Die Drei von der A-Cappella-Tankstelle "Spectaculum Mundi" möchten sich bei den U-Bahn Kontrollören für 10 wunderbare Jahre bedanken und entbieten ihnen mit dieser kleinen Anekdote ihren Gruß:

 

Das Jacken-Attentat der U-Bahn-Kontrollöre

In jenen glorreichen Tagen, als der Euro noch D-Mark hieß und es schon mal vorkommen konnte, daß Veranstalter und Künstler singend, weinselig und vom Zigarettenqualm umwallt bis in den frühen Morgen am Veranstaltungsort ausharrten, trug sich folgender Eklat in unserer Gesangshochburg zu:

An einem lauen Maienabend des Jahres 2000 waren wieder einmal die U-Bahn Kontrollöre zu Gast in unseren edlen Gesangshallen. Ob ihrer fleißigen und offensichtlich erfolgreichen Auftritte im Münchener Umland füllten erwartungsfreudige Fans in großer Zahl den Saal. Einige hochgestimmte Musikliebhaber hatten angesichts der frühsommerlichen Temperaturen und der zu erhoffenden Konzertgenüsse bereits in den Biergärten, die für die Münchener Lebensart so bezeichnend sind, für alkoholische Basis-Versorgung gesorgt und konnten sowohl Wasser als auch übersprudelnde Redelüste kaum noch halten.

Besonders eine kleine Gruppe direkt an der Bühnenkante erheiterte die übrigen Besucher immer wieder durch ihre Zwischenrufe. Ihr "Vorredner" konnte es sich allerdings auch nicht verkneifen, der Band immer wieder durch Einrufen von ihm bereits bekannten Pointen die Zornesröte ins Gesicht zu treiben. Gegen Ende des Konzerts war das Maß voll. Zu den Klängen von Nena's "Nur geträumt" holte Sebastian den unentwegten Schreier auf die Bühne und erbat sich unter einem Vorwand dessen stonewashed Jeansjacke.

Das freudige Gesicht des arglosen Delinquenten wich aber Entsetzen, als der Sänger eine Riesenschere hervorzog und die langärmelige Jacke schnipp-schnapp in eine kurzärmelige verwandelte. Jetzt konnte das Konzert ungestört zu Ende gehen und die Band war ihrem Ruf als hardcore-A-Cappella-Band mal wieder sprichwörtlich gerecht geworden. Als man dann auch noch die zeternde Ehefrau des "Beschnittenen" mit einem 50- Mark- Schein ruhigstellen konnte, schien der Zwischenfall ein für alle mal erledigt zu sein.

Gegen 4.00 Uhr morgens, nach besagtem damals üblichen "after glow", wollte die Band zur verdienten Nachtruhe mit dem band-eigenen "Sprinter" ins Hotel fahren – mußte jedoch ernüchtert feststellen, dass die "Spaßvögel" gezielt zurückgeschlagen hatten: Ein Reifen war per Messerstich plattgelegt worden.
Seither wurden jene "Fans" im "specmund" nimmer gesichtet; die D-Mark wurde durch den Euro ersetzt, ein Rauchverbot fürs ganze Haus erlassen und "after glows" bis in den frühen Morgen sind auch selten geworden.

Dieses und viele andere schöne Erlebnisse mit Euch U-Bahnkontrollören sind unauslöschbar in unsere schwarzen Saalwände eingebrannt. Hildegard von Bingen sei's gedankt und stets habt ihr uns vor Freude hibbelisch gemacht, wenn die Biene Maja ihr Unwesen trieb. Romy Schmidt, Stefan Sendsitzky und Micha Herzsprung danken Euch für tolle Jahre und sind sich sicher:

Die Kontrollöre kommen und gehen aber die U- Bahn bleibt! 

geschrieben von Michael Herzsprung

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Fotos von Florian Reim
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